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Assessing and promoting civil and minority rights in South Africa.

[Source: Frankfurter Rundschau by Johannes Dieterich.]

Im Vorfeld zur Wahl einer neuen Führung für den ANC im Dezember dieses Jahres ist in der südafrikanischen Regierungspartei ein erbitterter Konflikt mit Hetzkampagnen, Mordkomplotten und angeblichen Sabotageversuchen ausgebrochen. Im Mittelpunkt mehrerer Fälle von Rufmord steht der stellvertretende ANC-Präsident Cyril Ramaphosa, der derzeit als aussichtsreichster Nachfolger des in Misskredit geratenen Amtsinhabers Jacob Zuma gilt.

Dem verheirateten Ramaphosa wurde von einer Zuma nahen Zeitung vorgeworfen, mit mindestens acht Frauen sexuelle Affären zu unterhalten – ein Vorwurf, den der ehemalige Gewerkschaftsführer und spätere Geschäftsmann als Auftakt eines „schmutzigen Krieges“ zurückwies. Ramaphosa räumte nur eine längst beendete Affäre von vor acht Jahren ein. Auch ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe sprach von „dreckigen Tricks“, die an die „dunkelsten Zeiten der Apartheid“ erinnerten.

Ramaphosa ist ein entschiedener Kritiker des in zahllose Skandale verwickelten Präsidenten Jacob Zuma, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl antreten darf. Dafür hat Zuma seine Ex-Frau Nkosazana Dlamini-Zuma als Nachfolgerin vorgeschlagen – nach verbreiteter Auffassung, um sich so vor künftigen Strafverfolgungen zu schützen. Nach den Recherchen des unabhängigen Umfrageinstituts „Africa Insights“ ist Dlamini-Zuma unter ANC-Mitgliedern derzeit allerdings weit abgeschlagen: Sie kann nur mit der Unterstützung von 23 Prozent der „Comrades“ rechnen, während Ramaphosa auf Werte von fast 50 Prozent kommt. Außer Ramaphosa und Dlamini-Zuma sind noch weitere fünf Kandidaten im Rennen.

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South Africa at a Glance
57 700 000 (mid 2018 estimate)
4.9% y/y in September 2018 (CPI) & +6.2 y/y in September 2018 (PPI)
-0.7% q/q (2nd quarter of 2018)
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