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Assessing and promoting civil and minority rights in South Africa.

[Source: Der Standard by Johannes Dieterich.]

Hundert Tage nach seinem Amtsantritt droht die Euphorie über den neuen Präsidenten Cyril Ramaphosa nachzulassen.

Seinem Zeugnis hat Cyril Ramaphosa wohl selbst nicht ganz vertraut. Kurz vor seinem hundertsten Regierungstag, der in Südafrika wie in anderen Teilen der Welt zum Anlass für eine erste Notenvergabe genommen wird, gab der Präsident noch schnell die künftige Abgabe der Hälfte seines Gehalts zu wohltätigen Zwecken bekannt: Eine publikumswirksame Geste, die den schwerreichen Ex-Geschäftsmann nicht wirklich schmerzt, ihn aber noch klarer als bisher von seinem Vorgänger abheben soll. Jacob Zuma hatte, wie sich nun immer krasser herausstellt, die Staatskasse gnadenlos leergeräumt.

Weil Ramaphosa als Vizepräsident dem Treiben der Zuma-Gang fünf Jahre lang eher untätig zugeschaut hatte, waren sich viele Südafrikaner nicht sicher, ob der neue ANC-Chef alles anders machen und die Gangster hinter Gittern bringen würde: Man fürchtete, der joviale Kumpeltyp sei für solche Eingriffe zu “soft”. Doch Ramaphosa hob zu einem fulminanten Start an, indem er Zuma zu seiner vorzeitigen Abdankung als Staatschef zwang: Danach war am Kap der Guten Hoffnung von “Ramaphorie” die Rede – einer Euphorie, die fast an die Zeiten Nelson Mandelas erinnerte.

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South Africa at a Glance
57 700 000 (mid 2018 estimate)
4.9% y/y in August 2018 (CPI) & +6.3 y/y in August 2018 (PPI)
-0.7% q/q (2nd quarter of 2018)
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