Subscribe to the bi-annual report
  • This field is for validation purposes and should be left unchanged.
Assessing and promoting civil and minority rights in South Africa.

[Source: Stuttgarter Zeitung.]

Durch die Aussagen des „Whistleblowers“ Angelo Agrizzi tun sich immer tiefere Korruptionsabgründe in Südafrika auf. Dabei war schon vorher klar, dass das Land ein Problem mit Schmiergeldern und verkaufter Macht hat.

Acht Tage sitzt er nun schon hier – drei Stunden am Morgen, zwei Stunden am Mittag, dazwischen eine Stunde Pause. Seinen kolossalen Körper bewegungslos auf dem Stuhl abgelagert, schwenkt er lediglich seinen übergangslos aus den schrankbreiten Schultern ragenden Kopf mal etwas nach links, dann etwas nach rechts – je nachdem, ob seine kleinen Augen den Richter oder den Beweisführer fixieren sollen. Wird dem Zeugen das Wort erteilt, redet er in tiefem Bass und mit weit heruntergezogenen Mundwinkeln: Zwischen seinen Worten meint man ein Nilpferd atmen zu hören. Sieht so Südafrikas Retter aus?

Angelo Agrizzi hat das Land an der Südspitze Afrikas in Bann gezogen: Seine Marathonaussage vor der sogenannten Zondo-Kommission in Johannesburg wird in die Geschichtsbücher eingehen. Die nach dem leitenden Richter Raymond Zondo benannte Kommission soll die „Geiselnahme des Staates“ untersuchen. Damit waren die Korruptionsfälle um den Ex-Präsidenten und Chef der Partei Afrikanischer Nationalkongress (ANC), Jacob Zuma, und der steinreichen Gupta-Familie gemeint. Die Guptas übten über Zuma offenbar regen Einfluss auf die Politik aus. „Whistleblower“ Agrizzi hat das Bild erweitert.

Lesen Sie hier weiter.

South Africa at a Glance
57 700 000 (mid 2018 estimate)
4.5% y/y in December 2018 (CPI) & +5.2 y/y in December 2018 (PPI)
2.2% q/q (3rd quarter of 2018)
More information: Click here!